Werkstatt-Test rund um den VW-Käfer
Immer wieder werde ich gefragt, welche Werkstätten empfehlenswert sind, und welche nicht. Bei den folgenden Erfahrungen, handelt es sich um meine eigenen, oder um die von Clubmitgliedern der Käferfreunde FFB. Wenn in diesem Test eine Werkstatt schlecht abschneidet, so muß diese Werkstatt nicht prinzipiell schlecht sein. Es ist durchaus möglich, dort auch sehr gute Erfahrungen zu machen. Dennoch empfehle ich bei der Wahl der Werkstatt auf die Erfahrungen von uns zurück zu greifen, um eventuellen Verdruß zu vermeiden. Außerdem bitte ich um Verständnis, wenn ich hier weder Adressen noch Namen bekanntgebe!

Maisach
Hier sitzt ein sog. Käferspezialist im Gewerbegebiet, der auch vor einem Ovali mit der Flex nicht haltmachen würde, um einen Speedster-Bausatz zu verkaufen, wie der Besitzer einst zu mir sagte. Ich hatte zwei Fahrzeuge in Reparatur. Die Rechnungen fielen jedesmal wehsentlich höher aus, wie der Kostenvoranschlag. Ich kenne auch noch vier andere Personen, die durchweg schlechte Erfahrungen gemacht haben ("Pfusch-Reparaturen, die nicht lange halten, und völlig überteuerte Reparaturen" so die Besitzerin eines perlmutt-weißen Speedsters, der für DM 6000,- nochmal über den TÜV gebracht wurde, um dann zwei Jahre später als Ruine ausgeschlachtet wurde). Wenn man Glück hat kann man jedoch hier relativ seltene Teile ergattern.

Egenburg
Eine kleine Privatwerkstatt hat sich auf luftgekühlte VWs spezialisiert. Wer seinen VW hier reparieren läßt, sollte keine Motorsachen machen lassen. Mein Cabrio hatte deshalb innerhalb von einer Tankfüllung drei Motoren verbraucht, und mein Kübel hat immernoch geölt wie Sau. Dennoch kann man hier günstig und qualitativ sehr gute Schweisßarbeiten machen lassen.

Türkenfeld
Hier gibt es eigentlich keine Reparaturen, sondern nur gebrauchte Ersatzteile. Wer historische Raritäten sucht, sucht hier meißt vergebens. Aber Technikteile, Karosserieteile und Innenausstattungsteile gibt es hier zu fairen Preisen. Sehr gut ist auch der Kundenservice. Der Inhaber ist oft gewillt, andere Teile in Zahlung zu nehmen, oder gegebenenfalls Teile umzutauschen. Hier wird auch fachmännisch Beraten. Ein wahres Mekka für Kübelwagen fahrer und nach meiner Meinung zur Zeit die Beste alternative im Landkreis FFB. Aber Vorsicht: Erwähne niemals die Wörter "Tuning" oder "NewBeetle" in diesen Hallen.

???
Ich habe mir letztens einen original-neuen Faltdachbezug in Rubinrot gekauft. Diesen erstand ich für DM 150,-. Als ich den selben Bezug bei einem Händler, dessen Name mit einem "F" beginnt und einem "d" endet, für DM 750 sah, und seine weiteren Preise begutachtete, habe ich entschlossen, daß ich so einen Halsabschneider nicht unterstützen werde!!!

Puchheim
Im Gewerbegebiet sitzt ein Sattler. Dieser Sattler hat den Oppermann-Stoff für meinen Ovali verarbeitet. Dies war zwar unverschämt teuer, dafür ist die Arbeit PERFEKT.

Maisach-Odelzhausen
Wer von diese Strecke fährt, kommt an einer Lackiererei vorbei, dessen Inhabers Name mit einem "G" beginnt, und mit einem "n" endet. Dort habe ich meine gesandstrahlten Ovali lackieren lassen. Der Kostenvoranschlag von DM 3000,- wurde um 1500 DM überboten, dafür wurde mir aber zugesagt, daß ich jederzeit umsonst Ausbesserungsarbeiten machen lassen könnte. Als ich den Staub in den Regenrinnen beanstandete, sahen diese danach schlimmer aus, als vorher, und erst nach einer nochmaligen Reklamation waren diese erträglich. Dafür, daß meine Kofferhaube so schlecht war, konnte der Lackierer wirklich nichts. Inzwischen habe ich eine neue besorgt, und diese wollte er mir für DM 200,- auch lackieren. Mit Staub und Blasen hatte er es geschafft, daß auch meine zweite Haube versaut ist.

Hamburg
Hier sitzt eine freundliche Dame, die sich auf die Nachfertigung von Origianl-Stoffe aus den 50er und 60er Jahren spezialisiert hat. Für eine perfekte Restauration ein MUSS.

Alling
(hat inzwischen zugemacht, Text ist trotzdem recht amüsant)
Auch hier sitzt eine Werkstatt, die in erster Linie Käfer repariert. Zwei unserer Clubmitglieder haben eine interessante Erfahrung gemacht: Ralf H. wollte ein Sprotlenkrad in seinen Callooker einbauen lassen. Nachdem das mit dem Hupknopf nicht auf anhieb funktionierte, bohrte man dort kurzerhand mitten ins Armaturenbrett ein Loch und befestigte dort einen Schaltknopf, wie man ihn von Nachttischlampen kennt, als Hupknopf. Den selben Nachttischlampen-Knopf bekam Andi E. als Anlasser-Knopf hinter den Fahrersitz....

Ähnliche Erfahrungen gemacht? Mailt mir und ich werde sie anfügen.